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Gebäudemanagement

Um Haus und Hof

Aufzüge in Fahrt, Strom in der Steckdose, Büros klimatisiert und gereinigt - alles so, wie es sein soll. Damit Gewohntes selbstverständlich bleibt, wirkt hinter den Kulissen die Abteilung Gebäudemanagement der Deutschlandradio Service GmbH. "Wir sind so etwas wie die Heinzelmännchen von Deutschlandradio", sagt Abteilungsleiter Rolf Hengstler und spielt damit darauf an, dass zahlreiche Arbeiten seiner Abteilung im Verborgenen erledigt werden - ganz oben und ganz unten in den Funkhäusern in Köln und Berlin. Keller und Dachzentralen bergen jene Anlagen, ohne die ein geregelter Rundfunkbetrieb von vornherein unmöglich wäre: Heizung, Lüftung und Stromversorgung. Ebenfalls unter den Dächern schnurren die Elektromotoren der neun Aufzüge in Köln und der sieben Aufzüge in Berlin.

Im Jahre 1979 bezog der Deutschlandfunk das Haus in Köln am Raderberggürtel 40 mit mehr als 37.700 Quadratmetern Nettogeschossfläche - schon aufgrund der schieren Größe eine stete Herausforderung für das Gebäudemanagement der Deutschlandradio Service GmbH. Nicht weniger anspruchsvoll stellt sich der Betrieb des ehemaligen RIAS-Hauses am Hans-Rosenthal-Platz dar, Heimat von Deutschlandradio Kultur. Das Haus wurde in den Jahren 1938 bis 1941 als Verwaltungsgebäude der Bayerischen Stickstoffwerke gebaut, inzwischen steht das Bauwerk mit einer Nutzfläche von 11.118 Quadratmetern unter Denkmalschutz. Nach dem Krieg zog hier 1948 zunächst der RIAS ein, der 1994 zusammen mit dem Deutschlandfunk und dem vom Runden Tisch der DDR gegründeten Deutschland-Senders Kultur (DS Kultur) zum neuen, nationalen Hörfunk Deutschlandradio zusammengeschmiedet wurde.

Die Liste der Versorgungseinrichtungen, die das Team im Auge behalten muss, ist lang. Heizung, Lüftung und Elektrotechnik gehören ebenso dazu wie sanitär- und kältetechnische Anlagen. Darüber hinaus kümmert sich das Gebäudemanagement um Dächer, Fassaden und Fenster sowie um Einbau und Reparatur von Tür-, Tor- und Schließanlagen. Auch die beiden gigantischen Dieselmotoren im Kölner Haus, die im Bauch eines Schiffes stecken könnten, hält die Abteilung einsatzbereit. Bei einem Stromausfall stellen sie die Energieversorgung sicher - kein Pappenstiel angesichts des Verbrauchs. Sollten alle Stricke reißen und auch die Diesel versagen, bleibt immer noch eine Notversorgung über Batterien, deren Leistung eine halbe Stunde Stromausfall überbrückt und so zunächst die Aufrechterhaltung des Sendebetriebs gewährleist. Das Gebäudemanagement der Deutschlandradio Service GmbH übernimmt nicht nur Wartung und Pflege der Anlagen, sondern analysiert darüber hinaus den Energieverbrauch der Systeme, zeigt Sparmaßnahmen auf und setzt entsprechende Einsparungen um.
Nicht mehr im Mittelpunkt, aber immer noch unverzichtbar ist die analoge Ausrüstung, so zum Beispiel die letzten verbliebenen Bandmaschinen sowie Misch- und Schaltpulte der Senderegie-Komplexe, Fachgebiet der Mitarbeiter aus dem Bereich Studiotechnik.

Wie war zu Cölln es doch vordem, mit Heinzelmännchen so bequem … Die Mitarbeiter des Gebäudemanagements kümmern sich neben den technischen Großanlagen um Hausmeisterdienste, Fassaden- und Fensterreinigung, Raum- und Vegetationspflege und den Empfang, der an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr besetzt sein muss. Dabei geht es nicht nur um allgemeine Aufgaben wie die Anmeldung von Besuchern und die Ausgabe von Tagesausweisen; Parkplatzaufsicht, Schließdienste und die Brandwache bei Produktionen und Veranstaltungen im Sendesaal des Kölner Funkhauses gehören ebenso dazu. Das Team hat viele wichtige Aufgaben zu erledigen - das tut es nicht wie die Heinzelmännchen nur nachts und damit unsichtbar, aber immer genauso schnell und zuverlässig.