Deutschlandradio

Informationstechnik

Nonstop gegen Funkstille

Das technische Herz von Deutschlandradio schlägt digital. Ob Studiorechner oder Büro-PC: Ohne Computer läuft nichts mehr − eine große Verantwortung für die Abteilung Informationstechnik. "Es mag merkwürdig klingen", sagt Abteilungsleiter Torsten Pawils, "aber je weniger wir wahrgenommen werden, desto besser haben wir gearbeitet." Tatsächlich wirbelt sein Team aus Ingenieuren und Technikern zum großen Teil hinter den Kulissen. Seit beim Deutschlandradio 1997 im großen Stil mit der Digitalisierung begonnen und ein komplexes Geflecht aus Rechnern und digitaler Audioausrüstung installiert wurde, geht ohne Computertechnik kein Wort mehr über den Äther. Die Abteilung Informationstechnik der Deutschlandradio Service GmbH ist an beiden Standorten Köln und Berlin vertreten − gesammeltes Know-how, mit dem das ganze Spektrum der IT-Dienstleistungen abgedeckt und der reibungslose Betrieb in Redaktion, Produktion und Sendetechnik gewährleistet wird.

Im PC-Service geht es vor allem um Zusammenstellung und Wartung der PC-Hardware und Installation und Pflege der einschlägigen Office-Programme. Daneben reparieren die Mitarbeiter defekte Peripheriegeräte wie Drucker oder Monitore − oft gleich an Ort und Stelle, damit die Arbeit in Redaktionen, Technik und Verwaltung so schnell wie möglich weitergehen kann. Und wenn Nutzer mit Hard- oder Software ausnahmsweise einmal nicht zurechtkommen, stehen ihnen die freundlichen Kolleginnen und Kollegen zur Seite und springen mit Kurzanleitungen oder praktischer Hilfestellung ein.

In der Audio-Informationstechnik kümmern sich Netzwerkadministratoren, Datenbankexperten und andere Spezialisten um alles, was für modernes "computer aided radio" erforderlich ist: Von digitalen Schnittplätzen über digitale Pulte und ausfallsichere Netzwerke bis zur Sendeablaufplanung am Bildschirm. Nicht mehr im Mittelpunkt, aber immer noch unverzichtbar ist die analoge Ausrüstung, so zum Beispiel die letzten verbliebenen Bandmaschinen sowie Misch- und Schaltpulte der Senderegie-Komplexe, Fachgebiet der Mitarbeiter aus dem Bereich Studiotechnik.

Auch das Onlineangebot dradio.de muss technisch up to date gehalten werden. In der Online-Informationstechnik sorgen Webprogrammierer und Webadministratoren dafür, dass im Internet jederzeit eine aktuelle, schnelle und störungsfreie Website zur Verfügung steht.

Technische Defekte wirken sich schnell auf das Programm aus. Damit nicht plötzlich Funkstille herrscht, sorgen Kolleginnen und Kollegen mit Rufbereitschaft in beiden Funkhäusern dafür, dass jede Störung auch außerhalb der regulären Arbeitszeit so schnell wie möglich behoben wird. Was auch immer passiert, der Sendebetrieb hat erste Priorität.

Wer jetzt allerdings glaubt, die Informationstechnik sei lediglich ein Reparaturdienst, der irrt. "Bei vielen unserer fachlichen Beiträge handelt es sich um Ingenieurleistungen auf hohem Niveau", betont Leiter Torsten Pawils. So müssen standardisierte Anwendungssysteme an die speziellen Produktionsbedingungen und Organisationsstrukturen von Deutschlandradio angepasst werden. Auch Projektmanagement bei der Einführung neuer Technik − beispielsweise der Installation eines schnelleren Datennetzes − gehört zur Palette der Dienstleistungen. Und da die technische Entwicklung stetig fortschreitet, sind Mitarbeiter gefragt, die ihr Know-how immer wieder erweitern und in größeren Zusammenhängen denken können. Da sind mehrere Schulungen pro Jahr Pflicht. Erfahrungen werden aber auch durch interne technische Dokumentationen weitergegeben; das ermöglicht neuen Kolleginnen und Kollegen den schnellen Einstieg in die Materie.